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Deutsches Ginger Beer darf wieder so heißen


28.12.2017

Craft Beer – der neue große Trend in Deutschland

Im Jahr 2012 entschied das Kammergericht Berlin, dass der Name „Ginger Beer“ für alkoholfreie Getränke irreführend und damit unzulässig sei.

Das Ginger Beer von GOLDBERG & Sons zum Beispiel trug aus diesem Grund bisher den Namen „Intense Ginger“.

Das Landgericht München sprach jetzt ein neues Urteil. Das Ergebnis: Die Verkehrsauffassung zu dem Softdrink hat sich geändert, damit darf der Name „Ginger Beer“ nun in Deutschland verwendet werden.

 

„Die Mitglieder der Kammer, die zu den angesprochenen Verkehrskreisen gehören, kennen ‚Ginger Beer’ aus eigener Wahrnehmung“, heißt es in dem Urteil. Und weiter: „Der verständliche Verbraucher geht nicht davon aus, dass ein Produkt mit diesem Namen bierhaltig ist.“ Von einer Irreführung, wie es das Kammergericht Berlin 2012 geurteilt hatte, könne daher nicht mehr ausgegangen werden.

Nun können alle gegorenen Getränke, die im Ausland als Bier verkauft werden, auch in Deutschland unter dieser Bezeichnung vertrieben werden könnten.

Der Name ‚Ginger Beer’ ist – vor allem in der Gastronomie – seit Jahren bekannt und wird dort von Barkeepern und Vertrieblern verwendet. Eine Verwechslung mit einem alkoholhaltigen Bier oder eine Irreführung sehen die Experten nicht.

 

 

Ginger Beer ist mittlerweile ein wirklich gängiges Produkt, das von zahlreichen deutschen Firmen hergestellt wird. Da ist es nur wahrlich recht und billig, dass auch die Kategoriebezeichnung endlich souverän und gleichberechtigt neben seinen Bruder Ginger Ale und die Cousins Tonic Water oder Bitter Lemon gestellt wird.